Die Inflation in Deutschland ist im März 2026 deutlich gestiegen und erreichte laut ersten Daten 2,8 % im Jahresvergleich. Hauptursache für diesen Anstieg sind die stark gestiegenen Energiepreise, die erstmals seit Ende 2023 wieder deutlich zulegten.
Energiepreise als Haupttreiber
Ein wesentlicher Faktor für die steigende Inflation ist der Anstieg der Energiepreise um 7,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit globalen Unsicherheiten, insbesondere geopolitischen Spannungen.
Experten gehen davon aus, dass anhaltend hohe Energie- und Rohstoffkosten die Preisentwicklung weiter beeinflussen könnten.
Kerninflation bleibt stabil
Die sogenannte Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise wie Energie und Lebensmittel ausgeschlossen werden, blieb im März stabil bei 2,5 %.
Allerdings sehen Ökonomen steigende Risiken, da höhere Energiepreise langfristig auch andere Bereiche der Wirtschaft beeinflussen können, etwa Transport und Dienstleistungen.
Prognosen: Inflation könnte weiter steigen
Wirtschaftsexperten erwarten, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter ansteigen könnte und möglicherweise die Marke von 3 % überschreitet.
Besonders im Dienstleistungssektor zeigt sich bereits eine anhaltende Preissteigerung, die zusätzlich Druck auf die Gesamtinflation ausübt
Auswirkungen auf Unternehmen und Verbraucher
Laut aktuellen Umfragen planen viele Unternehmen, ihre Preise zu erhöhen, um gestiegene Produktions- und Transportkosten auszugleichen.
Zusätzlich könnten steigende Kosten für Düngemittel langfristig auch die Lebensmittelpreise erhöhen, was die Inflation weiter verstärken würde.
Bedeutung für die Geldpolitik
Die Entwicklung der Inflation wird auch Auswirkungen auf die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. Märkte rechnen damit, dass mögliche Zinserhöhungen im Jahr 2026 erfolgen könnten, um die Preisentwicklung zu kontrollieren.
