Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland werden voraussichtlich bis 2028 jährlich um rund 3 % steigen. Diese Entwicklung könnte die finanzielle Belastung für Käufer erhöhen und gleichzeitig die Mietpreise weiter nach oben treiben.
Prognosen zur Preisentwicklung
Laut aktuellen Analysen wird ein moderater, aber anhaltender Preisanstieg erwartet:
- 2026: etwa 3,3 % Wachstum
- 2027 und 2028: jeweils rund 3,0 %
Damit liegen die Preissteigerungen voraussichtlich über der allgemeinen Inflation, was die Wohnkosten weiter erhöht.
Erholung nach Marktrückgang
Nach einem deutlichen Einbruch in den vergangenen Jahren hat sich der Immobilienmarkt zuletzt erholt. Seit Anfang 2024 sind die Preise um etwa 6 % gestiegen.
Auch steigende Baugenehmigungen im Jahr 2025 deuten darauf hin, dass sich die Bauaktivität wieder stabilisiert.
Sinkende Erschwinglichkeit für Käufer
Ein zentrales Problem bleibt die Erschwinglichkeit von Wohneigentum, insbesondere für Erstkäufer. Experten gehen davon aus, dass sich diese Situation weiter verschlechtern wird.
Gründe dafür sind:
- Unsicherheiten durch geopolitische Entwicklungen
- Steigende Arbeitslosigkeit
- Schwächeres Lohnwachstum
Dies könnte dazu führen, dass das Durchschnittsalter von Erstkäufern weiter ansteigt.
Wohnraummangel treibt Preise
Ein anhaltender Mangel an Wohnraum verstärkt den Preisdruck zusätzlich. Für das Jahr 2026 wird mit rund 200.000 neu gebauten Wohnungen gerechnet, was deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf liegt.
Schätzungen zufolge wären jährlich etwa 320.000 neue Wohnungen notwendig, um die Nachfrage zu decken.
Steigende Mietpreise
Auch die Mietpreise entwickeln sich weiter nach oben. In städtischen Gebieten wird ein Anstieg von 3 % bis 4,5 % erwartet.
In einigen Großstädten liegt die Leerstandsquote sogar unter 1 %, was die Situation für Mieter zusätzlich verschärft.
Bedeutung für den Wohnungsmarkt
Die Kombination aus steigenden Preisen, begrenztem Angebot und wirtschaftlicher Unsicherheit führt zu einer angespannten Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Eine kurzfristige Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.
Fazit
Die Prognosen zeigen, dass der deutsche Immobilienmarkt in den kommenden Jahren weiter unter Druck stehen wird.
Steigende Preise und ein anhaltender Wohnungsmangel erschweren den Zugang zu Wohneigentum und treiben gleichzeitig die Mieten nach oben. Ohne zusätzliche Bauprojekte dürfte sich die Lage kaum verbessern.
Häufig gestellte Fragen
Etwa 3 % pro Jahr bis 2028.
Wegen Wohnraummangel, steigender Nachfrage und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Ja, besonders in Städten steigen sie deutlich.
